… Erika Freund ließ aus Anlaß Ihres Abschiedes aus Ihrer Funktion als Kreisdamenleiterin des Kreisschützenbundes Hameln - Pyrmont Pokale ausschießen. Ihr Wunsch war, dass der Erlös für karitative oder humanitäre Hilfe verwendet wird. Sie erfuhr, dass das Gebietskinderkrankenhaus Brjansk die durch die Tschernobyl- Katastrophe an Leukämie erkrankten Kinder behandelt.
Ihr Entschluss stand fest, das Geld persönlich zu überbringen. So schloss Sie sich am 04. September 1992 gemeinsam mit Christel Becker und Gudrun Melicchio einer Gruppe von Helfern der Organisation Paritätischer Hameln-Pyrmont an.
Die Verhältnisse, die sie im Gebietskinderkrankenhaus vorfand, waren für alle Beteiligten schockierend. Es fehlte an den wichtigsten Hilfsmitteln für ein Krankenhaus: Medikamente, Verbandsmaterial, Operationsinstrumente, Narkosemittel, Desinfektionsmittel, um nur einige zu nennen.
Mit der Erkenntnis, einen kleinen Beitrag zur Beschaffung von diesen fehlenden Hilfsmitteln geleistet zu haben, trat Erika Freund mit der Gruppe wieder die Heimreise an.
Auf der 2.000 km langen Heimreise stellte sich Erika Freund immer wieder die Frage: „Das kann doch nicht alles gewesen sein“?
Ihre Antwort: „Wir kommen wieder…“!

Bereits im April 1993 startete Erika Freund zum zweiten Mal eine Fahrt in Richtung Brjansk. Dabei besuchte sie das ca. 70 km entfernte Waisen- internat Shukovka. Dorte lebten zu diesem Zeitpunkt 386 Kinder, die ebenfalls von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen waren.
Um die Hilfe zu intensivieren, gründete Erika Freund am 26.05.1993 den Verein: „Freunde für Kinder in Brjansk. e. V.“