Sommer 2011 - Kinder aus Shukovka und Brjansk wieder in Hameln
Voller Tatendrang und Abenteuerlust waren die Kinder aus Brjansk im Juni nach einer 2200 Kilometer langen Busfahrt angekommen in Hameln, um auf Einladung des Vereins der Freunde für Kinder in Brjansk einen zweiwöchigen Erholungsurlaub zu verbringen. Mit wenig Gepäck, aber dem großen Herzenswunsch, einen Paten zu finden, der ihnen Streicheleinheiten, Geborgenheit und Zeit schenkt. „Das ist mein Traum“, gab Maxim kurz nach der Ankunft im Jugendzeltlager Tönebön-Camp zu.
Nach wenigen Tagen ging der Traum des zehnjährigen Jungen aus dem Waiseninternat Shukovka (Region Brjansk) in Erfüllung. Hatte er doch endlich Paten gefunden! „Von den insgesamt acht Mädchen und Jungen, die auf Patensuche gewesen waren, konnten wir alle vermitteln“, bilanzierte Elke Schacht, die Patenbeauftragte, am Ende des Aufenthalts.
Angemalt zum Tag der offenen Tür
Patenschaften sind nach wie vor ein wichtiges Anliegen des Vereins. Sollte tatsächlich ein Kind mal keinen Paten finden, geht es trotzdem nicht leer aus, denn es wird eine Vereinspatenschaft übernommen.
Am Lagerfeuer
Eingeladen in diesem Jahr waren insgesamt 35 Kinder – 19 aus dem Waiseninternat, acht aus einem Reha-Zentrum und weitere acht aus Familien. Diese Zusammenstellung war im vergangenen Jahr erstmalig praktiziert worden. „Da sie sich bewährt hat, werden wir auch künftig so verfahren“, betont Wilfried Schwark, der Vereinsvorsitzende. Er freue sich über das harmonische Miteinander, das besonders für die Waisenkinder sehr wichtig sei, zeige es ihnen doch, dass sie nicht ausgegrenzt würden. Wie immer wurde für die Mädchen und Jungen auch diesmal ein buntes Programm zusammengestellt. Spiel und Spaß, genügend Zeit für Mußestunden auf dem idyllischen Tönebön-Camp, eine vitaminreiche Ernährung und viele Streicheleinheiten besonders für die Waisenkinder – Das alles und noch mehr soll den Kindern und Jugendlichen unvergesslich schöne Tage bieten.
Russisches Essen
Sie haben das Wisentgehege Springe, das Rasti-Land, „Peter Pan“ auf der Osterwaldbühne, die Rattenfängerspiele und die Ith-Sole-Therme besucht, wo ihnen im dortigen Friseursalon kostenlos die Haare geschnitten worden waren, und eine Dampferfahrt nach Bodenwerder unternommen. Mit den Hamelner Schützen konnten sie sich im Schießen erproben, sie haben eine Kanutour und eine Stadtrallye durch Hameln unternommen, sie waren klettern im Hochseilgarten Finkenborn, sie haben eine Zelt-Disco und eine spannende Spiel- und Spaßrallye im Tönebön-Camp erlebt, um nur einiges zu nennen.
Russische Klänge von Dima
Höhepunkt des Aufenthalts war der „Tag der offenen Tür“ im Tönebön-Camp. Trotz des Regens waren viele Besucher gekommen, um die russischen Kinder kennenzulernen.
Trommelgruppe Bongo Bongo
Für beste Unterhaltung sorgten darüber hinaus unter anderem der Shanty-Chor Bisperode, Dima auf dem Akkordeon, Laura mit ihrem Schminkstand, die Wikinger „Laginga ulco“, die Trommelgruppe „Bongo Bongo“ der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont, Bastelstände und die Motorroller-Freunde Weserbergland.
Leckerer selbstgemachter Kuchen von Vereinsmitgliedern
Viele Privatleute, Geschäfte, Firmen und andere Institutionen haben zur Finanzierung des Aufenthalts beigetragen. Erheblich beteiligt war der Hamelner Verein „Hilfe bei Krebs“, der eine zweckgebundene Spende aus einer Erbschaft eines Hamelner Ehepaares zur Verfügung gestellt hat. „Vielen Dank an alle Sponsoren“, betont der Vereinsvorsitzende.